St. Johannes Nepomuk auf dem Johannisberg

 

 

Patrozinium: Hl. Johannes Nepomuk, Fest 16. Mai.
Hl. Johannes Nepomuk: geboren um 1350 in Pomuk/Böhmen

 


Der böhmische König, Wenzel I. hatte Streit mit dem Erzbischof. Dabei wurde Nepomuk gefangen genommen und nachts gefesselt von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt. Es wird vermutet, dass Nepomuk die Rechte der Kirche gegen die Machtansprüche des Königs verteidigt hat. Eine andere Sage, die wohl bekannteste, dass er das Beichtgeheimnis der Königin bewahrt hat. Bei der Graböffnung im Prager Dom stellte man fest, dass die Zunge des hl. Nepomuk nicht verwest sondern eingetrocknet war.

 

Schutzpatron:

Bei Wassernot, zur Verteidigung des guten Rufes bei schuldloser Verdächtigung und falschem Urteil, beliebtester Brückenheiliger seit der Errichtung eines Denkmals 1693 auf der Karlsbrücke in Prag.

 

Darstellung: mit Kreuz und Märtyrerpalme; oft legt er auch den Zeigefinger der rechten Hand an den Mund. Sein Haupt trägt einen Kranz von 5 Sternen, sie stehen für die 5 Buchstaben „tacui“ – ich habe geschwiegen-.

 

Geschichtliches:

Die Wallfahrt begann, als Pfarrer Sigismund von Miller aus Oberviechtach an der belebten Handelsstraße von Regensburg nach Böhmen im Jahre 1704 eine kleine Feldkapelle errichten ließ. Dies geschah bereits 25 Jahre vor der Heiligsprechung Johannes Nepomuks. Die Wallfahrt fand regen Zuspruch, vor allem durch die vorbeiziehenden Fuhrleute.

 

1732 begann man mit dem Bau einer großen Wallfahrtskirche. Die Wallfahrt erfreute sich lebhaften Zuspruchs. Heute ist die Kirche die beliebteste Hochzeitskirche in der Pfarrei. Die letzte große Renovierung der Kirche erfolgte 1972/74.

 

Baubeschreibung:

Hochaltar:
Der Hochaltar ist dem hl. Johannes Nepomuk geweiht.
Zwischen den Säulen befindet sich links Johannes der Täufer und rechts Johannes der Evangelist. Über dem Altarblatt ein Gemälde mit der Darstellung von Gott-Vater. Am Antependium ein Medaillon mit Brustbild des Kirchenpatrons.

 

Seitenaltäre:
Links: die Himmelskönigin
Rechts: Hl. Wendelin (Viehpatron)

 

Kanzel:
Mit Laub- und Bandwerk und Evangelistenschildern geschmückt.
Gegenüber befindet sich eine qualitätvolle Holzfigur des h. Nepomuk.

 

Holzrelieffiguren:
Die hl. Barbara und die hl. Katharina; Vorgänger waren sehr wertvoll, stammten vermutlich aus dem Jahre 1500. Sie wurden bei einem Kirchenraub gestohlen. Die Nachbildungen wurden von Stadtrat Berger angefertigt.

 

In der Seitennische ist ein Hl. Grab eigelassen.

 

In der Fensternische befindet sich ein alter Opferstock.

 

Kreuzweg:
Seit 1887 befindet sich ein Kreuzweg auf dem Steig von Oberviechtach zum Johannesberg. Die Hinterglasmalbilder stammten aus der berühmten Malerschule Ruff aus Winklarn.

 

1953 schuf der Oberviechtacher Maler Lorenz Lehner neue Bilder. Leider ist nur noch 1 Station vorhanden.

 

Am Ende des Kreuzweges befindet sich eine große Kreuzigungsgruppe.

Die Wallfahrtskirche ist über den Permanenten IVV Wanderweg und den Wanderweg Nr. 6 "Zum Johannisberg und durchs Wirtsholz" zu erreichen.